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Projektpartner

Das Unternehmen Cambi wurde 1989 gegründet und hat die Thermodruckhydrolyse für die Klärschlammbehandlung industriell weltweit etabliert. Das Verfahren wurde mittlerweile in mehr als 30 Großanlagen mit einer Gesamtkapazität von über 700.000 t TS realisiert. Es gibt zahlreiche internationale Forschungsprojekte und internationale Veröffentlichungen an denen Cambi beteiligt war. Cambi hat das Verfahren der Thermodruckhydrolyse weiter entwickelt und möchte die Energieeffizienz der Anlagen optimieren. Zielsetzung des Engagements von Cambi ist die Validierung der Technologie und Überprüfung der wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Einsatzmöglichkeiten.

 

Die DHI-WASY GmbH vertritt die DHI Gruppe in Deutschland, Österreich und der deutsch¬sprachigen Schweiz und ist u. a. ein Zentrum für die Urbane Modellierung in Europa. In Köln ist das Zentrum für Urbanes Wassermanagement mit starker Vernetzung in die gesamte DHI Gruppe angesiedelt. Das Leistungsspektrum wird durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte, z.B. in den Bereichen integriertes Wasserressourcenmanagement, Hochwassermanagement, GRID-Computing und Vorhersagesysteme permanent erweitert. Die DHI-Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter für numerische Modelle im Bereich Wasser und Umwelt. Die von DHI entwickelten Modelle werden seit über 30 Jahren erfolgreich zur Modellierung verschiedenster Fragestellungen genutzt. Die bearbeiteten Bereiche umfassen z.B. die Modellierung von städtischem Wasser (Wasserversorgung und -entsorgung), Ausweisung von Überschwemmungsgebieten, Hochwasservorhersagen, Wärmeausbreitungen, Prognostizierung ökologischer Auswirkungen von Schadstoffeinleitungen, prognostizierende Modellierung von Schadstoffausbreitungen.

 

Die Firma E&P Anlagenbau wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt sich seit dem mit der Planung und Realisierung von Anlagen zur Abwasser– und Schlammbehandlung sowie Anlagen zur Wasseraufbereitung. Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Prozesswasserbehandlung. Die Firma E&P errichtet Anlagen zur Reinigung von Prozessabwässern mit hohen Ammoniumkonzentrationen und geringen organischen Inhaltsstoffen entsprechend der Aufgabenstellung und den Anforderungen an die Anlagentechnik. Hierbei konnten in den letzten Jahren verschiedene Verfahrenstechniken für die Stickstoffelimination konzipiert werden. Dabei wurde das klassische Verfahren Nitrifikation/Denitrifikation mit Unterstützung von Forschungsthemen zum wesentlich wirtschaftlicheren Verfahren der anaeroben Ammoniumoxidation weiter entwickelt. Das Verfahren der Deammonifikation kann in verschieden Anlagenkonzepten wie z.B. einstufig im SBR oder auch 2-stufig im kontinuierlich betriebenen Verfahren ausgeführt werden.

 

Die HUBER SE entwickelt und fertigt Anlagen und Ausrüstungsteile aus nichtrostendem Stahl für die kommunale und industrielle Wasser-, Abwasser- und Schlammbehandlung und vertreibt diese weltweit über sein Vertriebsnetz aus Tochterfirmen und Repräsentanzen. Für seine gesamte Produktpalette bietet HUBER auch umfassende After-Sales-Serviceleistungen von der Reparatur bis hin zum Tele-Service an. Das seit über 175 Jahren im Familienbesitz befindliche Unternehmen beschäftigt derzeit über 600 qualifizierte Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich mehr als 100 Mio. Euro Umsatz. Bei der Entwicklung neuer Produkte beachtet HUBER alle Bedürfnisse von Kunden und Umwelt. Seine technologischen Innovationen umfassen energieeffiziente Lösungen für die Wasserwiederverwendung, die thermische Verwertung von Klärschlämmen sowie die Wärmerückgewinnung aus Abwasser. Der Großteil der Maschinen und Anlagen für den weltweiten Bedarf wird unter Berücksichtigung umfassender Qualitäts- und Umweltstandards in der modernen Produktionsstätte am Standort Berching gefertigt. Seit Jahrzehnten setzt HUBER nichtrostenden Stahl als Hauptwerkstoff im Produktionsprozess ein und sorgt dadurch für eine Umwelt- und Ressourcenschonende Produktion.

 

Die Forschung des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (IIRM) der Universität Leipzig zielt auf einen integrierten Ansatz, der alle Aspekte eines nachhaltigen Ressourcenmanagements (Energie/Wasser/Fläche/Abfall) umfasst und so eine Brückenfunktion zwischen Forschungsinstitutionen und Entscheidungsträgern wahrnimmt. Einen Schwerpunkt bilden ressourcenübergreifende Fragestellungen des nachhaltigen Planens und Bewirtschaftens technischer Infrastruktursysteme. Ein weiteres Thema ist die nachhaltige Bewirtschaftung von Umweltressourcen in unterschiedlichen institutionellen Umgebungen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Wirksamkeit und Effizienz von Bewirtschaftungsinstitutionen und spezifischen Managementinstrumenten. Grundlegend ist ein interdisziplinärer Ansatz, zur Verknüpfung technischer und wirtschaftlicher Aspekte. Drittmittelprojekte werden für Fördermittelgeber sowie Verbände, Kommunen und Unternehmen durchgeführt. Das Institut unterstützt außerdem kleine und mittlere Unternehmen z.B. bei der Entwicklung fortschrittlicher Wasseraufbereitungstechnologien. Das IIRM ist aktiv in die Arbeit verschiedener wasser- und energiewirtschaftlicher Fachorganisationen und Interessenvereinigungen (BDZ e.V., DWA) eingebunden.

 

Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA) erforscht und entwickelt unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp neue Technologien für die Siedlungsentwässerung, Abwasserbehandlung sowie Abfallwirtschaft. Die vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden durch 28 wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen in interdisziplinärer Zusammenarbeit durchgeführt. Der Mitarbeiterstab setzt sich aus Ingenieurwissenschaftlern/-innen der Sparten Bauingenieurwesen, Verfahrenstechnik und Entsorgungsingenieurwesen sowie aus Naturwissenschaftlern/-innen der Disziplinen Biologie und Chemie zusammen. Das ISA verfügt über eine leistungsfähige Werkstatt, zwei eigene Versuchsfelder und zwei Versuchshallen. Neben den von verschiedenen Fördermittelgebern finanzierten Forschungsprojekten zu wasserwirtschaftlichen Fragestellungen werden am ISA auch Aufträge von Industrieunternehmen bearbeitet. Mit der „Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft“ und der „Aachener Tagung Wasser und Membranen“ organisiert das ISA zwei international anerkannte Fachtagungen, die eine hervorragende Plattform zum Wissenstransfer darstellen. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Pinnekamp und weitere Mitarbeiter des ISA übernehmen verschiedene Funktionen in Fachgremien u.a. der DWA, der IWA und in DIN-Normenausschüssen. Das gerätetechnisch hochmodern ausgestattete umweltanalytische Laboratorium des ISA beschäftigt sich seit Jahren mit der Stoffanalyse in sämtlichen Umweltmatrices, u.a. mit der Analytik von Spurenstoffen.

 

Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Universität Hannover (ISAH), geleitet durch Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Rosenwinkel, beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit Systemen der Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik. Forschungsschwerpunkte sind Verfahrens- und Systementwicklungen, deren integrative Betrachtung, mathematische Modellierung sowie Bewertung. Erarbeitet werden sie von einem interdisziplinären Team aus 21 wissenschaftlichen Mitarbeitern der Fachrichtungen Bau-, Verfahrens- und Umweltingenieurwesen, Biologie und Chemie. Der Fokus der Forschungsarbeiten liegt u.a. in der Verfahrensentwicklung und -optimierung der biologischen Behandlung industrieller und kommunaler Abwässer mit dem Schwerpunkt der Stickstoffelimination und anaerober Hochlastverfahren. Bemessungs-, Prozess- und Beobachtermodelle sowie dynamische Online-Simulationen ergänzen technische Untersuchungsergebnisse u.a. bei der Entwicklung betriebsunterstützender adaptiver Regelstrategien und medienübergreifender Bewertungen. Dafür stehen ein umfangreiches chemisch-biologisches Labor, eine Werkstatt, zahlreiche Versuchsanlagen sowie eine Versuchshalle zur Verfügung. Die Arbeiten zu aktuellen Fragestellungen aus Praxis und Wissenschaft erfolgen im Wesentlichen in Forschungsprojekten, gefördert durch verschiedene Fördermittelgeber und Industrieunternehmen. Leitende Mitarbeiter des ISAH sind in Fachgremien (DFG, IWA, DWA, DVGW, VDI) sowie der Ingenieurkammer tätig.

 

Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der TU Braunschweig (ISWW) beschäftigt sich unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. N. Dichtl im Rahmen seiner Forschungs- und Entwicklungs- sowie Gutachtertätigkeiten vornehmlich mit den Kernkompetenzen Abwasserreinigung und Schlammbehandlung in ihren vielfältigen fachlichen Facetten. Neben der Lehrtätigkeit bilden dabei Verfahren zur weitergehenden Reinigung kommunaler und industrieller Abwässer sowie die Desintegration und Entwässerung von Klär- bzw. Faulschlämmen die Arbeitsschwerpunkte des interdisziplinären, ca. zehnköpfigen wissenschaftlichen Teams aus Bauingenieuren, Geoökologen und Biologen. Im Bereich der Schlammbehandlung werden darüber hinaus Konzepte für die Klärschlammbehandlung, optimierte Stabilisierung, Wertstoffrückgewinnung und Energieverwertung entwickelt. Für Untersuchungen verfügt das ISWW über ein Abwasser- und Schlammlabor, eine Werkstatt, eine Versuchshalle mit zahlreichen Versuchsanlagen im Labor- und halbtechnischen Maßstab und die Möglichkeit, Flächen auf dem Klärwerk Steinhof des Abwasserverbandes Braunschweig zu nutzen.

 

Der Ruhrverband ist als sondergesetzlicher Wasserverband operativer Träger der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft im gesamten natürlichen Einzugsgebiet der Ruhr. Hierzu plant, finanziert, baut, betreibt und unterhält der Ruhrverband eine Vielzahl wasserwirtschaftlicher Anlagen zur Sicherstellung der vielfältigen Nutzungen der Ruhr und ihrer Nebengewässer. Zentrales Element des beantragten Vorhabens ist der Kläranlagenpark des Ruhrverbands mit derzeit 68 kommunal geprägten Kläranlagen. Auf einer Vielzahl größerer und mittlerer Kläranlagen werden Blockheizkraftwerke zur energetischen Nutzung des anfallenden Faulgases eingesetzt. Hinzu kommen Anlagen zur Nutzung des Wärmepotentials des Wassers, Photovoltaikanlagen sowie insbesondere eine Vielzahl von Wasserkraftanlagen an den Ruhrverbandseigenen Talsperren und Stauseen. Der Ruhrverband ist auf eine effiziente Erfüllung seiner Aufgaben vor einem längerfristigen Zeithorizont ausgerichtet. Im Bereich der Abwasserbeseitigung bedeutet dies, dass Anlagenbetrieb, -planung und Investitionsstrategie auf eine ressourcen- und energieeffiziente Anlagentechnik abzielen, die die Erfüllung der Reinigungsanforderungen und sonstiger Vorgaben (Abfallbeseitigung, Anlagensicherheit, etc.) als zentrale Vorgabe hat. Dabei sind wegen der Langfristigkeit der Investitionen auch absehbare, mittel- und längerfristige Entwicklungen (z.B. Energiekosten, klimarelevante Emissionen, demografische Entwicklung, Klärschlammentsorgung, Spurenstoffelimination etc.) mit zu berücksichtigen. Zur Sicherstellung einer strategisch ausgerichteten Weiterentwicklung der eigenen Aufgabenerledigung ist der Ruhrverband stark auf nationaler und auch internationaler Ebene in der Fachwelt vernetzt. Ausdruck dieses Anspruchs sind die Mitarbeit in Gremien technisch-wissenschaftlicher Vereinigungen (DWA, ATT, agw, BDEW, IWA etc.) sowie entsprechende Vortrags- und Veröffentlichungsaktivitäten.

 

Die Firma Xylem Water Solutions Herford GmbH (Xylem) hat langjährige Erfahrung in der Auslegung, Anwendung und Optimierung von UV- und Ozonsystemen zur Wasseraufbereitung. Die Produkte und Prozesse werden unter dem Markennamen WEDECO vertrieben. Das Anwendungswissen bezieht sich von Laborversuchen über Pilotversuche bis hin zur Auslegung und Betrieb von Großanlagen. Dem Anwendungsgebiet der Oxidation von Spurenstoffen in Trink- und Abwässern sowie die Desinfektion von Trink- und Abwässern wurde in den letzten Jahren besondere Beachtung geschenkt und ist ein Schwerpunkt unserer internationalen Tätigkeiten. Großtechnisch wurden im Bereich Eliminierung von Spurenstoffen insgesamt sieben Ozonsysteme realisiert. Hierzu gehören unter anderem die Ozonsysteme in Bad Sassendorf (Lippeverband), Duisburg-Vierlinden (Wirtschaftsbetriebe Duisburg) und Schwerte (Ruhrverband). Diese Anlagen und deren Einsatz werden im Rahmen von MKULNV-Projekten untersucht. Im Bereich UV-Desinfektion sind weltweit über 2.000 Anlagen installiert worden unter anderem in Berlin und München. Xylem verfügt über eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit 40 Mitarbeitern. Diese entwickeln neue Produkte und Systeme für den Einsatz von UV und Ozon. Neben Testeinrichtungen für Elektronik und Apparatebau betreibt Xylem auch ein Wasserlabor mit Analytik und Labortestständen für Ozon- und UV-Untersuchungen.